Nach einer erholsamen Nacht wird uns ein ausgezeichnetes Frühstück mit Müsliauswahl, frischen Früchten (leider kein frisches Gemüse, einziges Manko), köstlichem Gebäck und Waffeln in bester Qualität geboten — das Hotel The Poet schafft es somit locker in die Kategorie „Bewerten und merken“. 

Am Bahnhof besorgen wir uns Reservierungen für die schnellen Züge und vergewissern uns bei der Gelegenheit, dass es tatsächlich nicht möglich ist, online oder an der Ticketmaschine Reservierungen ohne Ticket zu buchen — das klappt ausschließlich auf der ÖBB-Seite, dort aber auch nicht am gleichen Tag … das reduziert die Flexibilität doch um einiges, wenn man sich nicht auf Regionalzüge beschränken möchte. 

Nun denn, die Fahrt im bequemen IC geht los, holpert aber schon bald vor sich hin wegen „Problemen mit der Steuerung“ … Uns dämmert, dass wir ein weiteres Mal einen Anschluss verpassen werden und stellen uns darauf ein — es kommt wie erwartet, aber noch beim Warten am Trenitalia-Schalter entdeckt Heinz einen verspäteten Zug nach Neapel, und kurzentschlossen begeben wir uns zum Gleis, wo uns der Zugchef nach kurzer Erklärung und Blick auf die Reservierung Zugang gewährt. 

Ende gut, alles gut? Nicht ganz, denn erst wartet der Zug noch eine Runde am Bahnhof, dann bleibt er 20 Minuten in einem Tunnel stehen … nun denn, holen wir uns eben auch hier eine Stunde Verspätung, was soll's …

Mit einem Regionalzug geht es vom Bahnhof Piazza Garibaldi direkt weiter nach Pompei, und nach einem kleinen Spaziergang durch die quirlige und historische Stadt erreichen wir unser Quartier, die Azienda Bosco de' Medici, wo wir ein schönes Zimmer mit Terrasse beziehen — der Außenpool wäre theoretisch noch geöffnet, ist aber unbeheizt, sodass wir denn doch darauf verzichten und uns stattdessen auf direktem Weg in das Restaurant der Azienda begeben. 

Dort erwartet uns ein schönes, zu einem Weingut passendes Ambiente, was zur Folge hat, dass wir uns zu einem Menü mit Weinprobe verleiten lassen — eine Entscheidung, die wir nicht bereuen, denn die Weine, die der Sommelier uns präsentiert, sind exzellent, das Essen, insbesondere die Antipasti, superlecker, was will man mehr. 

Leicht beschwipst fallen wir anschließend in die Betten und schlafen den Schlaf der Gerechten.