In Zürich kommen wir mit ziemlich exakt der Verspätung aus dem Notstopp in der Nacht an — der geplante Zug ist natürlich längst weg, der auf dem Bahnsteig gegenüber stehende Folgezug fährt ab, weil wir einen Hauch zu lange überlegen, ob wir einfach einsteigen … Am SBB-Schalter finden wir heraus, dass das sicher mit Kulanz erlaubt worden wäre, sofern der Zug nicht schon voll ist (war er nicht …). 

Nun denn, wir erhalten eine Ersatzreservierung für einen passenden Zug nach Mailand, die Reservierung für die Weiterfahrt müssen wir allerdings in Italien klären, um nicht doppelt zu bezahlen …

Die Zugfahrt nach Mailand läuft reibungslos, die Umbuchung der Reservierung Mailand-Genua auch. Mit einer weiteren „Freischreibung“ unserer ursprünglichen Reservierung erreichen wir unser Ziel schließlich nur eine Stunde später als ursprünglich geplant.

La Spezia empfängt uns mit „Italien-Atmosphäre“ — typische Häuser, belebte Fußgängerbereiche und mildsonniges Wetter machen gute Laune, die wir uns auch nicht von der „Abweisung“ im ersten anvisierten Hotel verderben lassen. Beim nächsten Kandidaten rufen wir vorher an, und einen kleinen Spaziergang später überrascht uns das Hotel The Poet mit einem modernen, freundlichen Interieur, das in leichtem Widerspruch zur eher „rumpelig“ anmutenden Neonbeleuchtung draußen steht. Das Zimmer ist großzügig, das Bad neu und der Blick über die Stadt sehr schön, was will man mehr … 

Nach einer erfrischenden Dusche spazieren wir in die Stadt, die mit ihrer großzügigen Fußgängerzone und schönen Plätzen sehr sympathisch wirkt. Was auffällt, sind die vielen Wanderer — wir befinden uns am südlichen Ende der berühmten Region Cinque Terre.