Am Morgen holen wir uns nach einem erneut köstlichen Frühstück Leihräder ab und radeln raus in die Toskana, zur Fattoria La Vialla nahe Melinciano, von der wir bereits seit Jahren tolle Produkte beziehen. 

Die 12 km von Arezzo sind problemlos zu bewältigen, liegen allerdings an einer recht viel befahrenen Landstraße ohne Fahrradweg. Wir genießen trotzdem die wunderbare Landschaft und erreichen die herrlich gelegene Fattoria rechtzeitig zur Führung über das Gelönde. Das ganzheitlich ökologische Konzept beeindruckt uns sehr, man betreibt sehr konsequent die biologisch-dynamische Landwirtschaft.

Hinterher genießen wir an liebevoll gedeckten Tischen bei traumhaftem Wetter ein Menü mit den hofeigenen Produkten — welch ein Paradies, in das wir für ein Weilchen eintauchen dürfen!

Da wir für den Besuch nicht ganz genug Zeit eingeplant haben, müssen wir vor dem Kaffee aufbrechen, um noch rechtzeitig zum Zug Richtung Prato zu gelangen. Das schaffen wir nahezu auf die Sekunde, ein paar Kalorien haben wir uns dabei dann auch schon wieder abgeradelt. 

Die Zugfahrt, wie sollte es anders sein, führt durch eine Bilderbuchlandschaft — die Toskana in Höchstform … Florenz gewährt einen kurzen Blick auf die Kuppel des Doms, und nach kurzem Regionalzugwechsel erreichen wir Prato. Die Station haben wir strategisch gewählt, weil Bologna, wo wir am letzten Tag noch vorbeischauen wollten, irgendwie nur Unterkünfte zu Mondpreisen anzubieten hatte. 

Prato entpuppt sich als schöne alte Stadt, in der sich gut flanieren lässt. Kirchen, Festung, große Plätze und ein quirliges Leben in den Bars und Restaurants machen den Ort hoch sympathisch. 

Wir finden per Zufall die wirklich großartige Pizzeria „Da Tonny Ridanni un bacino“, in der wir köstliche Antipasti mit Zucchini und Aubergine speisen und uns im Anschluss eine hauchdünne, superleckere Pizza teilen, um danach einigermaßen ermattet ins Bett zu fallen.