Das inkludierte Frühstück ist etwas minimalistisch, aber schmackhaft — passt irgendwie, weil wir erstmal keine großen Wege zurücklegen werden, denn es steht eine digitale Veranstaltung in Heimatgefilden an, mit parallelem „Bürotag“ in Form von Mailsichtung und Beantwortung.
Das zieht sich bis zur Kaffeezeit. Wir versüßen uns das Ende mit einem Stück Käsekuchen auf der Dachterrasse unseres Hostels, die tatsächlich einen tollen Blick auf die Alhambra bietet, wenn auch momentan durch einen Riesenkran gestört, aber den guckt man sich einfach weg.
Am Abend haben wir eine Führung bei „Play Granada. We love non tourist tours“ gebucht, die zu unserer Überraschung eine „private“ Tour nur für uns zwei ist. Unser Guide Mario ist Kubaner, der auf Kuba als Kind Deutsch gelernt hat und das jetzt in Spanien zur Anwendung bringt. Die Tour wird ein informativer und unterhaltsamer deutsch-englischer Spaziergang durch die Stadt.
Im Anschluss lassen wir noch einmal den abendlichen Trubel auf uns wirken und genießen dann an der Plaza de Bib im Restaurant Asador vorzügliche „Platos a compartir“, köstliche Vorspeisenplatten zum Teilen und hinterher Crema Catalana und Pudín. Zum Ausklang fahren wir „einfach so“ noch eine Runde Bus zum Sacromonte, mit den dank Credibus-Karte supergünstigen Tickets (wiederaufladbare Karte gibts am Automaten für 2 Euro, man lädt 5 Euro, und pro Fahrt kostet es dann nur noch 80 Cent oder so für eine Stunde, mit Umsteigemöglichkeit).
Punkt Mitternacht sitzen wir noch einmal an unseren digitalen Geräten, um vielleicht doch noch Alhambra-Tickets zu ergattern, aber wieder kommen wir nur bis zur ersten Auswahl angeblich verfügbarer Tickets, bevor die Meldung „no tickets available“ erscheint. Na dann halt nicht, haben wir erst recht einen Grund, wiederzukommen.