Hach ja, es fing so schön an, mit einem Spaziergang zum Leuchtfeuer mit tollem Blick auf die Stadt, vorbei an „Titos Schiff”, einem Relikt aua kommunistischer Zeit, das seiner endgültigen Sanierung und Verwendung harrt  

Der Weg zum Bahnhof war auch noch nett, aber dort wurden wir mit der Ansage „Schienenersatzverkehr nach Ljubljana” konfrontiert. Na super, erst sitzen wir in Bussen, weil es keine Züge gibt, und dann setzt man uns anstelle von Zügen in den Bus …

Immerhin sind die Sitze ganz bequem und die Fenster blitzsauber, aber mehr Gutes ist darüber auch schon nicht mehr zu sagen. Und der Grenzübergang nach Slowenien ist so, wie es sein soll: Gruß und Durchfahren statt Aussteigen und Passkontrolle. 

Es folgt eine positive Überraschung, als der Bus plötzlich in Pivka hält und alle aussteigen — ab hier geht es im superpünktlich abfahrenden Zug weiter …

In Ljubljana ist die Baustelle am Bahnhof noch größer als wir sie von Weihnachten 2024 in Erinnerung haben. Das bedeutet auch einen sehr langen Umweg zum Gleis des Zuges nach Maribor, das auch nur so mittelmäßig einfach zu identifizieren war. Aber wenn er fertig ist, ist der Bahnhof bestimmt sehr schön …

Der Reisetag wird dann noch dadurch getoppt, dass unser Zug freitäglich voll ist und wir tatsächlich erstmal eine Runde im Gang stehen, bis nach einer Dreiviertelstunde am ersten Halt Plätze frei werden. Naja, es gibt Schlimmeres. 

So rollen wir durch die sanfthügelige slowenische Landschaft, gelegentlich erscheinen hohe Berge in der Ferne. 

Wir erreichen Maribor mit ein paar Minuten Verspätung und spazieren nach dem Einchecken im Hotel Pyramida direkt in Richtung Altstadt. 

Brücken mit Wasser plus Promenade ergeben eine extrem attraktive Kombination, zumal wir gerade rechtzeitig zum Sonnenuntergang vor Ort sind. Die Altstadt ist ganz schön groß, aber zumeist angenehm untouristisch. 

Hier wird gelebt und gearbeitet und, wie wir ein wenig später feststellen, mindestens am Wochenende gefeiert und zum Essen getroffen. Insgesamt eine angenehme Atmosphäre, wenn auch außerhalb des Stadtkerns etwas rau. 

Wir schauen noch kurz in die Kathedrale Sankt Johannes des Täufers (sehr schön!), bevor wir zum Essen in ein uriges Lokal einkehren.