Nach einem Jahr Interrail-Pause wagen wir einen ambitionierten Start: Los geht es ab Berlin Hauptbahnhof Richtung Nürnberg um 5:45 Uhr … hart, aber machbar, dank fertig gepackter Rucksäcke und vorbereitetem Müsli.
Der ICE fährt pünktlich ab und befreit uns damit vom Trauma einer früheren Reise, auf der wir direkt in Berlin Hauptbahnhof eineinhalb Stunden im Zug festsaßen — futsch war der Nachtzug ab München und damit auch die Idee, binnen 24 Stunden bis Sizilien zu kommen …
Der Umstieg in Nürnberg, das wir 5 Minuten zu früh (!) erreichen, klappt einwandfrei, und weiter geht es Richtung Wien.
Nach pünktlicher Ankunft in Wien bringen wir unsere Rucksäcke in einem Schließfach unter (immer noch nur mit Bargeld zu bestücken, zurzeit 3,50 € für 24 Stunden).
Da es Bindfäden regnet, beschließen wir, der Sammlung Albertina einen erneuten Besuch abzustatten. „Modern Gothic” ist das Thema der aktuellen Sonderausstellung, mit Werken von Künstlern wie Munch, Beckmann und Kollwitz, die in einen Kontext mit alten Meistern wie Holbein und Dürer gezeigt werden. Etwas düster, da der Tod sich als beherrschendes Motiv sich durch die gesamte Ausstellung zieht, aber durchaus sehenswert.
Zurück zum Bahnhof spazieren wir zu Fuß, um uns dann bei Leberkas-Pepi niederzulassen und uns für die Nachtzugfahrt zu stärken.
Auch der dritte Zug kommt pünktlich, und wir checken ein in unserem Double-Abteil, das zur älteren Kategorie gehört, aber ansonsten ganz gemütlich ist.
Die Betten sind erstaunlich bequem, und es gibt echtes Bettzeug, und so lassen wir uns nach dem langen Tag zügig in den Schlaf schaukeln.




