Am Morgen regnet es Bindfäden, sodass wir den Gedanken an einen Spaziergang im Giardino di Boboli verwerfen und stattdessen noch dem Dom einen Besuch abstatten. Die Schlange ist, obwohl es zwischenzeitlich aufhört zu regnen, angenehm kurz, sodass wir nach einer Viertelstunde oder so drinnen sind.

Nebenbei begreifen wir auch die Preisgestaltung zu Dom, Dommuseum und Kuppel: Das Schiff des Domes kann man jederzeit kostenlos besichtigen, wenn man sich in die Schlange stellt. Kaufen muss man ein Kombiticket, wenn man das Dommuseum und die Kuppel besuchen möchte. Für letztere muss man dann auch einen Zeitraum vorbuchen, was im Ticketoffice des Doms direkt nach dem Ticketkauf an einem Automaten möglich ist. Das Online-Angebot für „Skip-the-line-Tickets“ und Führungen ist derart unübersichtlich, dass unser Fazit lautet: Die Hochsaison in Florenz unbedingt vermeiden und stattdessen vor Ort die Möglichkeiten zum Ticket- und Führungskauf nutzen.

Am frühen Nachmittag besorgen wir uns am Bahnhof Florenz die Reservierung für den Freccia Rossa nach Rom, der uns in gut eineinhalb Stunden in die Hauptstadt bringt. Da das Wetter hier überraschend trocken und sonnig ist, spazieren wir direkt noch zum Kolosseum, wo allerdings sämtliche Ticketschalter schon geschlossen sind, sodass wir uns nur grundsätzlich informieren.

Das Forum Romanum und das Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II (auch Vittoriano) sorgen im Sonnenuntergang für spektakuläre Bilder. Wir erklimmen die Stufen des Altars, genießen den Blick auf die Stadt und geraten dann zufällig noch in eine Ausstellung zur „Identität der Nation“, die im Erdgeschoss des Gebäudes frei zugänglich ist und unter anderem Dantes „Göttliche Komödie“ präsentiert. 

Nach kurzem Zwischenstopp im Hotel suchen wir uns nach der guten Erfahrung der zwei Tage in Florenz wieder ein Biorestaurant und landen im Origano in der Largo dei Chiavari. Nicht ganz so grandios wie das SimBIOsi in Florenz, was Atmosphäre und Service angeht, aber durchaus schmackhaft!

Rom nimmt uns auf jeden Fall gleich wieder gefangen, mit seiner quirligen Lebendigkeit in der jahrtausendealten „Kulisse“.