Am späten Vormittag geht es im Auto über die dänische Grenze nach Padborg. Der Bahnhof ist sehr übersichtlich, der Zug fährt pünktlich ein und wir sind sofort froh, reserviert zu haben, denn es sind alle Plätze belegt, die ersten stehen schon im Bereich zwischen den — allerdings auch nur fünf oder sechs — Waggons. Die Fahrt verläuft reibungslos, durch die hügelige Landschaft, über etliche Brücken und durch den Tunnel unter dem Großen Belt. 

Kopenhagen empfängt uns bei strahlendem Sonnenschein und angenehmer Atmosphäre, unser Hotel Grand Joanne ist schnell erreicht. In der Roof Top Bar mit Blick über die Stadt genehmigen wir uns einen Kaffee, bevor wir zur Runde durch die Stadt aufbrechen. 

Vorbei am Tivoli mit Blick auf einige der buchstäblich überragenden Fahrgeschäfte wandern wir zum Dänischen Nationalmuseum, das die Entwicklung auf dem Gebiet Dänemarks von der Frühzeit bis heute auf eindrucksvolle Weise präsentiert, mit einem Riesenfundus an Ausgrabungsstücken und sehr einladender Präsentation. Ein besonderes Highlight ist die virtuelle Reise mit dem Vikinger Björn, der nach Rom aufbricht und die Besucher durch eine Serie von Projektionsräumen führt — sehr gut gemacht!

Im Anschluss stellen wir draußen fest, dass Wolken aufgezogen sind, aus denen es tatsächlich zu tröpfeln beginnt, sodass wir uns relativ zügig zum Nyhavn begeben und gerade noch rechtzeitig unter einem Schirm Platz nehmen, bevor es so richtig zu regnen anfängt. Die Bedienung ist freundlich, Fish & Chips lecker, was will man mehr. 

Da es nach dem Essen noch immer regnet, machen wir den Metrotest und fahren eine Runde mit der M3, die unüberseh- und -überhörbar am Fußballstadion vorbeiführt, zu dem zahlreiche dänische und nordirische Fußballfans für ein Qualifikationsspiel unterwegs sind. Die Bahn ist hochmodern und komfortabel. 

Vom Nørrebro Runddel wandern wir dann bei inzwischen wieder trockenem Wetter und fast sonnigem Himmel Richtung Zentrum. Die Stadt ist auf jeden Fall sympathisch. Für einen Besuch im Tivoli ist es für heute zu spät, rechtschaffen müde sind wir auch, und so zieht es uns zurück ins Hotel.