Nach einer erholsamen Nacht geht es nun bei Tageslicht zurück nach Boston, wo wir eine Fahrt mit Duck Tours gebucht haben. Die Kombination aus Stadt- und Wasserrundfahrt verläuft sehr unterhaltsam und informativ, auch wenn der Tour Guide gelegentlich schwer zu verstehen ist. Wir verlassen das Wasser gerade noch rechtzeitig, bevor ein heftiges Gewitter losbricht, spätere Touren fallen erstmal aus — Glück gehabt. 

Den ersten Regen überbrücken wir in einem Café im Prudential Center, wo die Kaffeezubereitung mit Filter und Glaskanne zelebriert wird — dauert ein bisschen, schmeckt aber richtig gut. Im Anschluss fahren wir zum Museum of Fine Arts, das Gemälde verschiedenster Regionen der Welt präsentiert, oft in zeitgenössischem Kontext mit Möbeln und anderen Gegenständen. Passend zur Reise entscheiden wir uns für die Amerikanische Abteilung, die sich über zwei Stockwerke und zahlreiche Räume erstreckt — sehr beeindruckend!

Wie erhofft klärt der Himmel sich nachmittags auf, sodass wir durch die wunderbar grüne Stadt spazieren können, Durch die Commons und den Public Garden wandern wir in Richtung Newbury Street, die Edelmeile Bostons, und lassen einfach die Stadt auf uns wirken. Danach wird es wieder höchst originell, wir begeben uns nämlich ins Kittchen. Das Lokal The Clink im Liberty Hotel verdankt seinen Namen dem ehemaligen Gefängnis, in dem es untergebracht ist — und man hat natürlich nicht versäumt, einige Details der ehemaligen „Herberge“, wie Gittertüren und Fenstergitter, zu erhalten.

Das Essen ist phantastisch, wir genießen eine köstliche Vorspeisenplatte gefolgt von perfekt komponierten Hauptspeisen und himmlischen Desserts (Heinz kriegt sogar eine Variation von Schokoladenpudding, dessen Nichtverfügbarkeit er so gerne beklagt). Nach dem Essen folgt der Test des öffentlichen Nahverkehrs, wir fahren eine Station mit der Green Line. Wieder ist alles größer, als wir es gewohnt sind, auch ein bisschen lauter, aber ansonsten durchaus vertraut. 

Der Weg durch den Park führt vorbei an einer Statue zum Gedenken an Martin Luther King und seine Frau: The Embrace (Die Umarmung) würdigt das Leben und Wirken des Ehepaars auf eindrucksvolle Weise!