Nach einem Frühstück im 26. Stock machen wir uns auf den kurzen Weg zum Bahnhof. Wir steigen in den RE3 nach Hof, von wo aus es weiter Richtung Bamberg gehen soll.

Durch das sattgrüne, hügelige Vogtland rollt der Zug der Mitteldeutschen Regiobahn angenehm gleichmäßig und ruhig, wie schon am Vortag der Zug Richtung Chemnitz. Das ändert sich in Hof, wo wir in einen alten roten Regionalzug umsteigen, der durch die bayrische Landschaft dieselt und ruckelt. 

Als Ausstieg haben wir heute Bad Staffelstein erkoren, von wo aus es gut 35 km bis Bamberg sind, entlang des Main-Radwegs. Die Strecke ist heute sehr gut zu befahren, die Beschilderung allerdings nicht überall perfekt. In der Kombination mit Komoot funktioniert es aber gut. Eine ordentliche Kaffeepause, die uns eigentlich vorgeschwebt hatte, fällt aus, weil es schlicht keine bzw. keine geöffnete Gastronomie in den malerischen Orten gibt, durch die wir geleitet werden, teils im Zickzack. Schade, so müssen unsere „Notriegel“ ran.

Bamberg empfängt uns mit viel Trubel, in dem wir erstmal den Kuchen nachholen und dann zur Jugendherberge am Kaulberg hochradeln. Das Haus bietet neben den üblichen Schlafsälen auch einige Doppelzimmer mit eigenem Bad und macht erstmal einen guten Eindruck. Highlight ist der riesige Garten an einem Steilhang und der Blick zum Dom aus unserem Fenster. 

Nach der obligatorischen Dusche spazieren wir Richtung Innenstadt. Für Besichtigungen sind wir wieder zu spät dran, sodass wir nach einem Abstecher zum Domplatz in einer netten Brasserie einkehren und dort auch gleich den Abend beschließen.